Ausbau weißer Flecken: Glasfaser-Netz in Stegen an den Betreiber überlassen

Kontrolle einer Glasfasermuffe: Mit der Überlassung des Netzes wurden in Stegen exemplarisch ausgewählte Netzbestandteile besichtigt und geprüft.


Die Arbeiten des Zweckverbands Breitband Breisgau-Hochschwarzwald (ZVBBH) zum staatlich geförderten Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck in Stegen sind abgeschlossen, die abschließende Dokumentation liegt vor, die Abnahme der Bauleistungen durch den Zweckverband ist erfolgt. Jetzt wurde das Netz an den Betreiber überlassen.

Kommunal freiwilliger Breitbandausbau bedeutet gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsteilung. Glasfaser-Infrastruktur kann kommunal unter bestimmten Voraussetzungen errichtet werden, den Betrieb darf nur ein privates Telekommunikationsunternehmen erbringen. In Stegen ist der kommunale Part fertig: Die Arbeiten zum staatlich geförderten Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck sind zu 100 % abgeschlossen. Insgesamt wurden seit dem offiziellen Baustart Ende Juni 2023 rund 41.000 Meter Trasse zur Errichtung des Glasfasernetzes in Stegen gebaut und mehrere hundert Hausanschlüsse tiefbautechnisch realisiert. Drei Verteilergebäude (Point of Presence, PoP) wurden aufgestellt und betriebsfertig montiert, Tausende Meter Glasfaserleitungen verlegt und durchverbunden. Nach der Dokumentation des entstandenen Netzes mit all seinen Bestandteilen und Verbindungen und der Abnahme der Bauleistungen durch den Zweckverband Breitband ist nun die Überlassung des fertigen Netzes an den Betreiber erfolgt.

Vodafone bereitet nach Überlassung Netz-Inbetriebnahme in einigen Monaten vor
Während der Verband ein Netz nur unter bestimmten Voraussetzungen aufbauen darf, sind Betrieb und Dienste-Angebot auf dem Netz ausschließlich über den privaten Markt zulässig. Die an Vodafone überlassene Dokumentation des Netzes dient dem Betreiber dazu, das Netz zu verstehen und bspw. nachvollziehen zu können, welche der vielen tausend im PoP ankommenden Fasern jene ist, die dezidiert eine bestimmte Adresse erreicht. Der Betreiber akzeptiert eine Überlassung nur bei vollständiger Dokumentation, die gleichzeitig Nachweis für das betriebsfähige Netz ist.
Um das überlassene Netz in Stegen in Betrieb zu nehmen, überführt der Betreiber zunächst alle Angaben und Verbindungsdaten in das Vodafone-System, wo diese dokumentiert werden. Das benötigt beim Betreiber einige Monate Zeit.

Vodafone kontaktiert Anschlussnehmer im Laufe der Anschlussinbetriebnahme
Nach Abschluss der Vorbereitungen zur Netzinbetriebnahme plant Vodafone schriftlich über den Beginn der Anschlussaktivierungen zu informieren sowie grundsätzlich weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten für Fragen der Anschlussnehmer bereitzustellen. Im weiteren Verlauf der Inbetriebnahme wird Vodafone die Anschlussnehmer, die einen Vertrag mit Vodafone abgeschlossen habe, wegen der Aktivierung des jeweiligen Anschlusses kontaktieren.

Förderung und Engagement machen die Gemeinde bei Telekommunikationstechnik zukunftssicher
Insgesamt wurden für den Ausbau der weißen Flecken in Stegen rund 11 Millionen Euro investiert. Der Bund fördert den Ausbau über das Bundesförderprogramm Breitband. Das Land fördert über die VWV-Mitfinanzierung und über die frühere Landesförderung den Bau des Backbone. Konzeption und Förderbeantragung, Planung, Bau und Projektleitung und das Engagement und intensive Zusammenspiel zahlreicher Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen, der Behörden, der Gemeinde, des Zweckverbands Breitband und nicht zuletzt der Anschlussnehmer haben den Ausbau möglich gemacht – und damit die Gemeinde Stegen im Bereich Telekommunikationstechnik auf Jahrzehnte zukunftssicher aufgestellt. Das Netz ist erweiterbar und kann zukünftige Bedarfe abbilden.

  

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(Erstellt am 22. Mai 2026)