Immer mehr Pflegeanträge werden kostenpflichtig über Online-Anbieter gestellt – Pflegestützpunkte im Landkreis helfen unentgeltlich
Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, gerät der Alltag oft von einem Tag auf den anderen aus dem Gleichgewicht. Neben der Sorge um den erkrankten Menschen müssen Angehörige zahlreiche organisatorische Fragen klären und wichtige Entscheidungen treffen.
Kostenfreie Unterstützung bieten die Pflegestützpunkte. Sie helfen bei der Antragstellung, informieren über den weiteren Ablauf des Verfahrens und bereiten auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst vor. Eine gute Vorbereitung trägt dazu bei, dass die individuelle Pflegesituation möglichst umfassend dargestellt werden kann.
Pflegebedürftigkeit trifft Familien häufig unvorbereitet. Umso wichtiger ist es deshalb, frühzeitig verlässliche Informationen und unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen. Wer den Pflegeantrag direkt über die Pflegekasse stellt und die kostenfreie Unterstützung des Pflegestützpunktes nutzt, schafft eine gute Grundlage für die weitere Versorgung.
Ein erster Schritt ist die Beantragung eines Pflegegrades bei der zuständigen Kranken- bzw. Pflegekasse. Immer mehr Menschen nutzen das Internet, um einen Pflegeantrag zu stellen. Das ist bequem und spart Zeit. Dabei sollten Betroffene darauf achten, die Antragstellung direkt über die offizielle Homepage ihrer Kranken-bzw. Pflegekasse vorzunehmen.
Bei einer Internetsuche erscheinen häufig auch private Dienstleistungsanbieter, die Unterstützung bei der Antragstellung anbieten. Für deren Leistungen können Kosten oder kostenpflichtige Mitgliedschaften anfallen. Jedoch ist die Inanspruchnahme solcher Angebote weder für die Beantragung eines Pflegegrades noch für Beratung rund um das Thema „Pflege“ erforderlich.
Unterstützung bieten die Pflegestützpunkte im Landkreis. Sie beraten neutral, unabhängig und kostenfrei und helfen bei der Antragstellung, informieren über den weiteren Ablauf des Verfahrens und bereiten auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst vor. Gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Angehörigen wird geklärt, welche Unterstützung im Einzelfall notwendig beziehungsweise sinnvoll ist und wie die Versorgung bestmöglich organisiert werden kann.