In Neuenburg ist der Spatenstich zum Start der Tiefbauarbeiten zum Glasfaserausbau erfolgt

Gemeinsam für Highspeed in Neuenburg: Zusammen mit dem Vorsitzenden des Zweckverbands Breitband, Landrat Christian Ante (4. v. l.) und Bürgermeister Jens Fondy-Langela (5. v. l.) feierten Vertreter der Stadt Neuenburg, des Netzbetreibers Vodafone, des Innenministeriums BW, des Projektträgers des Bundes (aconium GmbH), der Baufirma cablex Germany GmbH und des Planungsdienstleisters RBS wave GmbH den offiziellen Beginn der Bauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken.
    
  • 12 Millionen Euro werden für die Anbindung der weißen Flecken investiert
  • Mehr als 70 Kilometer Trassenbau bzw. Einzug von Glasfaser in Bestand
  • Rund 1.000 Hausanschlüsse können über das Bundesförderprogramm angebunden werden

Die Bauarbeiten des Zweckverbands Breitband Breisgau-Hochschwarzwald (ZVBBH) zum staatlich geförderten Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck haben am 28. Juli 2026 offiziell mit einem symbolischen Spatenstich begonnen. Für seine Mitglieder errichtet der Zweckverband Breitband ein Glasfasernetz im Verbandsgebiet. Die Stadt Neuenburg a. R. ist Gründungsmitglied im Zweckverband.


31. Spatenstich seit dem Beginn des Zweckverband-Ausbaus im Verbandsgebiet
„Der Baubeginn in Neuenburg a. R. ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Aufbau einer neuen und zukunftsfähigen Telekommunikationsinfrastruktur im Verbandsgebiet“, erklärte der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands, Landrat Dr. Christian Ante, in seiner Begrüßungsrede. „Mit dem heutigen symbolischen Spatenstich erreicht der Zweckverband die 1000 Kilometer-Marke im Trassenbau in Planung, Umsetzung und Fertigstellung im Verbandsgebiet.“ 
Der Baustart in Neuenburg a. R. erfolgt als 31. Spatenstich nach intensiver Vorbereitungszeit, in der neben der Vorplanung mit den Gemeinden insbesondere der komplexe Verfahrensweg bis zur Bewilligung von Bundes- und Landesfördermitteln sowie EU-weite Ausschreibungsverfahren beschritten wurden. Das Gebiet umfasst ein Investitionsvolumen von rund 12 Millionen Euro für die Anbindung der weißen Flecken (nach Definition des Bundes angebotene Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s und Marktversagen) in der Gemeinde. Das „Upgrade graue Flecken“ des Bundes, mit dem trassenanliegende hellgraue Flecken (weniger als 100 Mbit/s und Marktversagen) auf dem Weg zum weißen Fleck gefördert angebunden werden können, soll beim Ausbau ebenfalls zum Zuge kommen. Baulich ist die Umsetzung in zwei Lose geteilt. Das erste Los umfasst ca. 18 km Trassenneubau in Grißheim und Zienken. Die Ausschreibung für das zweite Los hat RBS wave im zweiten Halbjahr 2026 vorgesehen.
 
„Mit der Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger sowie der Neuenburger Unternehmen mit Breitbandanschlüssen schaffen wir weit mehr als eine wichtige und zeitgemäße Grundversorgung. Sie ist auch ein bedeutender Standortfaktor für Wohnen und Gewerbe“, betonte Neuenburgs Bürgermeister Jens Fondy-Langela.
 
Herausfordernder Ausbau mit umfassender Kampfmittelprüfung
Mit der baulichen Umsetzung im ersten Los beginnt das dafür beauftragte Unternehmen cablex Germany GmbH im Anschluss an den symbolischen Spatenstich. Viele sensible Schutzgüter und bestehende zentrale Verkehrsinfrastrukturen in der Gemeinde sind dabei von den Planungs- und Baudienstleistern zu berücksichtigen und erfordern feine Abstimmungen in der Projektierung. Hinzu kommt insbesondere die großflächige Prüfung von Kampfmittel-Verdachtsflächen, die zu den kaum abschätzbaren Herausforderungen beim Bau zählt.
 
Gesamtprojekt des Zweckverbands
Als kommunaler Zusammenschluss verfolgt der Verband das Ziel, ein zusammenhängendes Glasfasernetz für seine Mitgliedskommunen aufzubauen. Das Netz wird in unterversorgten Gebieten ausgebaut, für die der dafür zuständige Markt keinen eigenwirtschaftlichen Ausbau durchführt. Die Aufgabe für Breitbandversorgung liegt beim Bund, der sie dem privaten Markt überlassen hat. Kommunaler Ausbau kann dort stattfinden, wo der Markt versagt, ohne eine Verpflichtung darzustellen. Das Investitionsvolumen des Verbands liegt derzeit bei rund 500 Millionen Euro rein für die unterversorgten Bereiche und den Aufbau des Backbones. Mit dem Ausbau in Neuenburg a. R. erreicht der Verband die 1.000 km Marke im Trassenbau im Verbandsgebiet.
 
Anteilige Förderung von Bund und Land für den Ausbau
Finanziell entscheidend unterstützt wird der Bau im Ortsnetz über das Bundesförderprogramm Breitband zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck sowie über die Mitfinanzierung des Landes Baden-Württemberg. Für den Ausbau des Zweckverbands Breitband in Neuenburg a. R. haben Bund und Land Zuwendungen in vorläufiger Höhe bewilligt. 50% der förderfähigen Kosten werden nach Abschluss vom Bund gefördert, 40% vom Land. Ein kommunaler Eigenanteil von 10% verbleibt, für den der Zweckverband ebenso wie für das Gesamtprojekt die Vorfinanzierung leistet. Der Backbone-Bau erhält Zuwendung aus dem früheren Landesförderprogramm. Auszahlungen der Zuwendungsgeber Bund und Land erfolgen sukzessive mit nachgewiesenem Baufortschritt und nach Einreichung einer Vielzahl von weiteren Nachweisen und Dokumentationsleistungen.
 
Betreiber des Verbandsnetzes ist Vodafone GmbH. Nach Netzfertigstellung übernimmt Vodafone Wartung und Betrieb. Das Netz verbleibt im Eigentum des ZVBBH.

   

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