Ehrenamtliche und Verwaltungsmitarbeiter beim Workshop Kommunalpartnerschaften

Motivationsschub für Gemeinde- und Städtepartnerschaften

Der Erste Landesbeamte des Landratsamtes, Martin Barth (vordere Reihe 5. von links), und Professor Frank Baasner (hintere Reihe 5. von links) zusammen mit den teilnehmenden Partnerschaftsverantwortlichen.


Als einen ermutigenden Motivationsschub empfanden die über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Workshop Kommunalpartnerschaften zu dem der Bereich "Grenzüberschreitende Zusammenarbeit" des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald auf Initiative des Staatsministeriums Baden-Württemberg eingeladen hatte.

Referent und Moderator des Workshops war Professor Frank Baasner, Direktor des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg. Der führende Experte für die deutsch-französischen Beziehungen unterstrich die Bedeutung von Partnerschaften zwischen Kommunen: "Sie sind das wesentliche Element, um ein Europa von unten zu begründen und ein entscheidendes Gegengewicht gegen europaskeptische und nationalistische Tendenzen". Er inspirierte, ermutigte und begeisterte die vorwiegend ehrenamtlichen Teilnehmer dazu, ihr vorbildliches Engagement für die europäische Idee fortzusetzen und zu vertiefen. Zudem stellte er moderne Begegnungsformate und Aktionsformen vor. Ganz im Sinne der Anwesenden. Sie appellierten, Formate zu entwickeln, die auch mehr junge Leute begeistern, sich bei der Organisation von Städtepartnerschaften mit einzubringen. Baasner nannte als mögliche Beispiele mehr außerschulische Angebote und auch die Einbeziehung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die Begegnungen über Freizeiten, Wettbewerbe, als Jugend-, Kultur- oder Projektbotschafter. Auch könnten in den Jumelage-Begegnungen auch niederschwellige Module einfließen, wie zum Beispiel die Vermittlung eines "Überlebenswortschatzes" in der jeweiligen Fremdsprache.

Insgesamt erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Vielzahl an neuen Ideen, Anregungen und Motivation zur Weiterarbeit an der Basis der europäischen Integration mit auf den Weg. Nicht zu kurz kamen auch die Impulse zur Organisation, Weiterentwicklung und zu den Finanzierungsmöglichkeiten der Städtepartnerschaften. Gleichzeitig bot der Workshop die Möglichkeit zu einem intensiven Erfahrungsaustausch untereinander.
 
Die Gemeinde- und Städtepartnerschaften sind eine wesentliche Grundlage der europäischen Einigung. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald pflegen 35 der insgesamt 50 Gemeinden Partnerschaften mit Kommunen weltweit. Der Erste Landesbeamte des Landratsamtes, Martin Barth, betonte: "Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist stolz auf die vielen lebendigen kommunalen Partnerschaften". Die Teilnahme so vieler Ehrenamtlicher an den Workshop sei eine Ermutigung ihr Engagement auch künftig zu unterstützen.

Aufgrund der positiven Resonanz plant die Grenzüberschreitende Zusammenarbeit des Landratsamtes künftig aller zwei Jahre ein solches Veranstaltungsformat anzubieten.

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