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Aktuelles

Der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald hat am 20.09.2021 den Fördermittelbescheid des Bundes für den Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde Eschbach erhalten. Die Fördermittel in Höhe von insgesamt 561.390 Euro erhält der Zweckverband Breitband aus dem Bundesförderprogramm zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland. mehr...
Am 04.09.2021 übergab Digitalisierungsminister Thomas Strobl Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt 21.982.445 an den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald. Mit Änderungsbescheiden ergeben sich in Summe 23.509.420 Euro Die beantragten Mittel erhält der Zweckverband Breitband für den Bau von Backboneleitungen und zur Kofinanzierung für den Ausbau von gigabitfähiger Glasfaser im Ortsnetz für die unterversorgten weißen Flecken im Verbandsgebiet. Im Einzelnen wurden Mittel bewilligt für: mehr...
Im Rahmen des Gigabit-Förderprogramms „Graue Flecken“ hat der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald am 17.08.2021 einen Fördermittelbescheid der Bundesrepublik Deutschland in Höhe von 200.000 Euro erhalten. Die Fördermittel setzt der Zweckverband Breitband ein für die Inanspruchnahme externer Beratungsleistungen, die der Vorbereitung zum Ausbau der „grauen Flecken“ im Verbandsgebiet dienen. mehr...

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Der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald hat sich einen leistungsstarken und zukunftsfähigen Breitbandausbau im Ausbaugebiet zum Ziel gesetzt. Während städtische Bereiche einen guten Zugang zu schnellem Internet haben, besteht im ländlichen Raum oft eine Unterversorgung. Diese heterogene Aufteilung ist insbesondere auf die geringe Siedlungsdichte sowie die vielfältigen topografischen Gegebenheiten und den damit verbundenen höheren Ausbaukosten zurückzuführen. Aufgabe des Zweckverbands ist der Aufbau eines Glasfasernetzes, er beginnt damit in den unterversorgten Bereichen.

   

Häufige Fragen und Antworten

Bandbreite und Glasfaser

Was ist eine Glasfaser?
Eine Glasfaser ist ein sehr feines und äußerst dünnes Element, bestehend aus Glas. Der für den Transport wichtige Glasfaserkern ist dabei dünner als ein Menschenhaar. Über die Glasfaser können mit Lichtwellen große Datenmengen nahezu in Echtzeit übertragen werden. Diese optischen Signale werden auch über weite Strecken verlustfrei befördert. Die an den wachsenden Bedarf anpassungsfähige Datenübertragungsrate macht die Glasfaser zukunftssicher. Die Glasfaser kann mehr Bandbreite zur Verfügung stellen als andere Übertragungsmedien. Das wird häufig als "schneller" bezeichnet, beschreibt jedoch die Fähigkeit, mehr Daten in einem bestimmten Zeitraum zu transportieren. Also nicht eine Distanz in einer kürzeren Zeit zurückzulegen, sondern eine größere Menge zur selben Zeit übertragen zu können.
 
Warum soll Glasfaser bis ins Gebäude gelegt werden? Welche Übertragungsraten sind mit Glasfaserkabel möglich?
Durch immer neuere und verbesserte Dienstangebote (Streaming, Cloud-Computing etc.)  steigt der Bedarf an Bandbreite stetig. Die Leistungsfähigkeit von Glasfaser ist im Vergleich zu anderen Techniken deutlich höher. Mit Glasfaser sind unabhängig vom Leitungsweg Übertragungsraten im Gigabit-Bereich im Down- und Upload (das Empfangen und Senden von Daten) und darüber hinaus möglich. Dafür muss die Leitung ohne Unterbrechung möglichst nahe bis zum Nutzer kommen. Glasfaser wird daher bis ins Haus gelegt und kann dann von dort durch einen privaten Telekommunikationsanbieter weiter verteilt werden.
 
Brauche ich Gigabit?
Der Bedarf an Bandbreite für Online-Anwendungen wächst stetig. Neben den Nachfragen für private Anschlüsse, ist die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen Internetverbindung bei gewerblichen Betrieben unverzichtbar. Um beispielsweise große Datenmengen versenden bzw. empfangen zu können und Videokonferenzen über das Internet zu steuern ist – für eine Übertragung ohne Verzögerungen – ein ausreichend leistungsfähiger Anschluss notwendig. Mittel- bis langfristig sind für den wachsenden Bedarf Anschlüsse im Gigabitbereich erforderlich.

Breitbandausbau

Wer ist verantwortlich für den Breitbandausbau?
In der europäischen Union liegt die Verantwortung für schnelles Internet beim privaten Markt. Kommunale Träger wie der Zweckverband Breitband dürfen nur unter eng definierten Voraussetzungen tätig werden. Siehe unter: Habe ich einen Anspruch auf einen Glasfaseranschluss?
 
Welche Voraussetzungen müssen für den kommunalen Breitbandausbau erfüllt sein?
Die Nachfrage und der Bedarf nach Gigabit-Anschlüssen im Landkreis steigen. Sowohl in gewerblichen Betrieben wie auch für private Hausanschlüsse ist ein Glasfaseranschluss heutzutage in vielen Fällen unverzichtbar. Laut Koalitionsvertrag möchte die Bundesregierung bis Ende 2025 eine deutschlandweite Gigabit Versorgung erreichen.
Nach den Förderrichtlinien des Bundes gelten Anschlüsse als versorgt, wenn sie eine bestimmte Bandbreite zur Verfügung stehen haben oder ein Ausbau innerhalb von drei Jahren von einem Netzbetreiber durchgeführt wird. Kommunaler Ausbau kann für unterversorgte Adressen vorgenommen werden. Der Bund verwendet hierbei eine „Fleckenlehre“ um zwischen versorgten und unterversorgten Adressen zu unterscheiden.
 
Weiße Flecken

Adressen werden als weiße Flecken bezeichnet, wenn keine Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s zur Verfügung steht und nach der Markterkundung kein Netzbetreiber einen Ausbau innerhalb von drei Jahren durchführt. Sie gelten als unterversorgt. Bund und Land haben zur Erschließung dieser weißen Flecken entsprechende Programme ins Leben gerufen, welche die 30 Mbit/s als Aufgreifschwelle bezeichnen. Diese Konzepte ermöglichen einen anteilig geförderten Ausbau mit Glasfaser. 
Zudem hat der Bund Sonderaufrufe gestartet, bei denen Schulen, Krankenhäuser, Gewerbe- / Industriegebiete sowie Häfen gesondert betrachtet werden können. Dort werden die Aufgreifschwelle pro Klassenzimmer, Station bzw. Bildschirmarbeitsplatz berechnet.
Wichtiger Hinweis: Die Information über die technisch mögliche Versorgung an einem Anschluss liefert das vor Ort tätige private Telekommunikationsunternehmen/Netzbetreiber. Ihre Gemeinde oder der Zweckverband Breitband können dazu keine Angaben machen. Wenn an einer Adresse vom Nutzer weniger als 30 Mbit/s bezogen oder gemessen werden, ist das nicht mit einem weißen Fleck gleichzusetzen. Wenden Sie sich in diesen Fällen für weitere Angaben an Ihren Netzbetreiber.

Graue Flecken
Anschlüsse nach den Förderrichtlinien des Bundes gelten als grauer Fleck, wenn eine Bandbreite von weniger als 100 Mbit/s zur Verfügung steht und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau innerhalb von drei Jahren durch einen Netzbetreiber durchgeführt wird. Sie werden als sogenannte graue Flecken bezeichnet. Der Fördermittelgeber beabsichtigt auch diese Flecken mittels staatlicher Förderung zu erschließen, um der deutschlandweiten Gigabit Versorgung 2025 näher zu kommen.

Schwarze Flecken
Schwarze Flecken liegen vor, wenn gigabitfähige FTTB- oder HFC-Netze an den Anschlüssen vorhanden sind bzw. über zwei Betreiber zur Verfügung stehen. In diesen Bereichen werden in der Regel keine staatlichen Beihilfen gewährt. Aus förderrechtlichen Vorgaben kann der Zweckverband Breitband Ihnen dort derzeit keinen Glasfaseranschluss erstellen.
Zu FTTB siehe unter: Was macht der Zweckverband Breitband?
 
Habe ich einen Anspruch auf einen Glasfaseranschluss?
 
Der Bund als Gesetzgeber hat die Aufgabe für Dienstleistungen der Telekommunikation privaten Telekommunikationsunternehmen überlassen und bislang keine Verpflichtung für einen Glasfaseranschluss festgelegt. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass der Markt die Versorgung mit schnellem Internet und Glasfaser eigenständig regelt. Entsprechend hat der Gesetzgeber keinen Anspruch auf einen Glasfaseranschluss festgelegt.
 
Der Zweckverband Breitband führt den kommunalen Ausbau mit Glasfaser nach den Vorgaben der EU, des Bundes und des Landes Baden-Württembergs durch. Demgemäß hat der Zweckverband Breitband keinen Einfluss auf die Vorgaben oder die Entscheidung der Verfahren. Bestehende Vorgaben und Auflagen machen die Verfahren zur Anschlusserrichtung sehr langwierig. Aussagen über einen Zeitraum der Anschlusslegung können vor Baustart im Ausbaugebiet aufgrund dessen nicht getroffen werden.
 
Was macht der Zweckverband Breitband?

Aufgabe des Zweckverband Breitbands ist die Errichtung von Verteilnetzen auf Gemarkung der Mitgliedsgemeinden (Ortsnetzen) und Zusammenführung dieser Netze über ein zusammenhängendes Gesamtnetz (Backbone). Kernaufgaben des Zweckverband Breitbands sind Planung, Bau, Finanzierung und Verwaltung der erforderlichen Netzinfrastruktur für den Ausbau mit Glasfaser sowie deren Ausschreibung für den Betrieb. Der Zweckverband Breitband plant und baut die passive Infrastruktur der Glasfasernetze seiner Mitglieder.
 
Unter welchen Voraussetzungen baut der Zweckverband Breitband aus?
Kommunale Träger wie der Zweckverband Breitband bauen eine eigene Netzinfrastruktur auf. Bei Vorliegen eines Marktversagens können die dortigen Anschlüsse angebunden werden. Nach den Vorgaben von EU, Bund und Land ist dies der Fall, wenn anbieter- und technologieneutral eine vom Bund definierte sogenannte Aufgreifschwelle nicht erreicht wird und kein Netzbetreiber einen Ausbau innerhalb von drei Jahren durchführt. Die Aufgreifschwelle liegt derzeit bei 30 Mbit/s (weißer Fleck) bzw. 100 Mbit/s (grauer Fleck). Nach Ermittlung anzubindender Anschlüsse werden mit den Verbandsmitgliedern Ausbauplanungen erarbeitet. Mit Zustimmung des Gemeindegremiums und der Verbandsversammlung zu den Planungen folgt die Beantragung von Fördermitteln bei mehreren Stellen von Bund und Land. Nach Freigabe der Mittel werden die geplanten Vorhaben zur Ausführung gebracht.
 
Wann beginnt der Ausbau?

Ein Anspruch auf einen Breitbandausbau oder einen Breitbandanschluss besteht weder über die Privatwirtschaft noch der öffentlichen Hand. Bitte hierzu Habe ich einen Anspruch auf einen Glasfaseranschluss beachten.
Aussagen über einen Zeitraum der Anschlusslegung können vor Baustart im Ausbaugebiet nicht getroffen werden.
Siehe hierzu: Habe ich einen Anspruch auf einen Glasfaseranschluss?
 
Wie werde ich über den Ausbau informiert?

Wenn Ihre Adresse alle Voraussetzungen erfüllt und damit zu den unterversorgten Bereichen im Ausbaugebiet gehört, wird der Zweckverband Breitband im Vorfeld des Ausbaus Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Ebenso wird Ihnen auch Vodafone GmbH als Betreiber des Verbandsnetzes Informationen zur Verfügung stellen.
Bis dahin können Sie sich gerne hier auf unserer Website über die derzeitigen Themen und Entwicklungen informieren.

Meine direkten Nachbarn haben aktuell ein Schreiben zum Glasfaser-Projekt erhalten. Warum ich nicht?
Wenn Sie kein Schreiben erhalten haben und Ihr Gebäude ebenfalls im unterversorgten Bereich des Ausbaugebietes liegt, muss Ihre Adresse voraussichtlich gesondert geprüft werden. Wenden Sie sich hierzu zunächst an ein Glasfaserbüro (siehe unter "Glasfaserbüros" im unteren Teil der Informationsseite des Netzbetreibers).

 
Wann kommt mein Anschluss für schnelles Internet? Kann ich den Ausbau beschleunigen?
Privat:
Sie können sich jederzeit ein Angebot über einen Anschluss Ihrer Wahl bei einem Internetanbieter Ihrer Wahl einholen. Sofern Sie diesen Anschluss beauftragen, ist der zeitliche Aspekt zur Verlegung und Schaltung Sache zwischen Ihnen und dem Anbieter.
Kommunal: Bei einem Ausbau über den Zweckverband Breitband ergibt sich der zeitliche Aspekt aus den kommunalrechtlichen Erfordernissen und den Regularien der EU-Rahmenregelung sowie den aufwändigen und unumgänglichen Vorgaben von Bund und Land. Siehe unter: Unter welchen Voraussetzungen baut der Zweckverband Breitband aus? Sind diese erfolgreich absolviert, können Leistungen für den Ausbau ausgeschrieben werden und ein Zeitfenster für den Anschluss wird ersichtlich. Wenn Ihr Anschluss vom Ausbau profitieren kann, werden Sie über den Zweckverband Breitband informiert. Hinweise zu den Vorgaben im Bereich Breitband sind auf www.im.baden-wuerttemberg.de und www.bmvi.de aufgeführt.
 
Wie lange dauert der Ausbau?Der Bau eines komplett neuen Netzes ist sehr zeitaufwändig und komplex. Bevor es zu einem sichtbaren Ausbau kommt sind viele Hürden zu meistern.
Bereits im Vorfeld des kommunalen Vorhabens sind viele verpflichtende Vorarbeiten notwendig. Viele dieser Auflagen gehen zunächst mit der Beantragung und abschließend mit der Bewilligung der Förderprogramme von Bund und Land einher. Denn für den eigentlichen Ausbau sind die Kommunen auf die Fördermittel von Bund und Land angewiesen. Leider treffen hierbei die Fördermittelgeber keine Aussage über eine zeitliche Einordnung bis zur tatsächlichen Mittelfreigabe. Ein Zeitplan konkretisiert sich zum jetzigen Zeitpunkt erst im weiteren Verlauf des Verfahrens, insbesondere nach der Baufreigabe.
Auf der Homepage unter www.zvbbh.de ist ein grobes Ablaufschema der Meilensteine zum schnellen Internet dargestellt.
Nach der Fertigstellung von einem Hausanschluss, einem zugehörigem zentralem Technikstandort in der Gemeinde sowie der Verbindung des Netzes mit dem Backbone werden die Glasfaserkabel in die Leerrohre bis ins Gebäude mit Druckluft eingejettet. Der Netzbetreiber des Verbandsnetzes kann nach Übergabe des fertigen Netzes oder fertiggestellter Netzabschnitte den Betrieb aufnehmen.
 
Alternative Internetanbindung
Eine satellitengestützte Internetanbindung stellt eine technisch anwendbare Übergangslösung dar. Sie kann auch zum Telefonieren verwendet werden. Voraussetzung ist die Installation einer entsprechenden Satellitenanlage („Schüssel“). Mehr unter: Internetzugang über Satelliten.

Hausanschluss

Was kostet mich als Eigentümer der Ausbau bzw. der Anschluss?
Der Zweckverband Breitband Breitband baut in den unterversorgten Bereichen der Mitgliedsgemeinden Glasfasernetz bis zum Gebäude. Der Abschluss bildet dabei der Hausübergabepunkt an der Innenseite der Außenmauer. Bei förderfähigen Anschlüssen sind die Kosten für den Anschlussnehmer kostenfrei. Der Bund und das Land fördern diesen Ausbau. Sollten ab dem Hausübergabepunkt weitere Leitungen im Gebäude erforderlich werden, ist im Haus der Eigentümer auf eigene Kosten verantwortlich. Vodafone GmbH als Netzbetreiber des Verbandsnetzes bietet im Zuge der Produktvermarktung unterstützend Hausinstallationspakete an. Oder wenden Sie sich an Ihr privates Telekommunikationsunternehmen.

Was beinhaltet ein Hausanschluss?
Der Hausanschluss führt von der Straße/Gehweg/öffentlichem Grund bis an die erste Hausinnenwand. Er beinhaltet eine Rohrleitung, eine Mauerdurchführung und eine passive Abschlussbox in der das Glasfaserkabel abgelegt wird. Bei einem geförderten Anschluss entstehen dem Anschlussnehmer dafür keine Kosten.
Sind von dort aus im Gebäude ggf. weitere Arbeiten für eine Inhouseverkabelung erforderlich, müssen diese vom Eigentümer auf eigene Kosten erbracht werden.
Vodafone GmbH als Netzbetreiber des Verbandsnetzes bietet im Zuge der Produktvermarktung unterstützend Hausinstallationspakete an. 
 
Kann ein Leerrohr von der Grundstücksgrenze zum Gebäude vom Eigentümer selbst verlegt werden?
Grundsätzlich ja. Für die Zuführung des Hausanschlusses von der Grundstücksgrenze bis ins Gebäude ist ein Leerrohr (HDPE50 Innenriefung längsseitig) oder ein Einzelröhrchen (10 x 2,0 mm Innenriefung längsseitig) mit entsprechender Mauerdurchführung ausreichend. Die offenen Enden der Leerrohre sind gas-, wasser- und druckdicht zu verschließen. Vorbereitend für den singulären Hausanschluss bei anstehenden Arbeiten auf Privatgrund kann bspw. ein Kabelschutzrohr DN50 (Längsriefung innenseitig) von der Grundstücksgrenze bis zur Hauswand oder gleich ein Einzelröhrchen 10/6 (10 mm Außendurchmesser, 2mm Wandstärke, innenseitig längs gerieft) gelegt werden. Die Kosten hierfür werden nicht vom Zweckverband Breitband Breitband übernommen.

Ich habe bereits ein Leerrohr auf meinem Grundstück verlegt, wie schließe ich mich nun an?
Sollten Sie bei der Erschließung Ihres Grundstücks bereits ein Leerrohr installiert haben, können Sie dies im Rahmen der baulichen Umsetzung dem Breitband-Planer mitteilen.
 
Werden Leitungen in öffentlichen Straßenräumen verlegt, auch wenn (zurzeit) kein Hausanschluss gewünscht wird?
Der Zweckverband Breitband verlegt im Zuge des Ausbaus der weißen Flecken in der Regel Leitungen in den öffentlichen Straßen(seiten)räumen, auch wenn kein Hausanschluss gewünscht wird bzw. vorgesehen ist. Ein späterer Hausanschluss ist somit grundsätzlich möglich. Die Kosten für einen späteren Anschluss sind vom Anschlussnehmer zu tragen.

Der Zugang zu meinem Grundstück verläuft über das Nachbargrundstück(e). Wie funktioniert das?
Eine Verlegung von Leitungen auf Privatgrund kann der Zweckverband Breitband nur mit einer entsprechenden und separaten Gestattung oder Dienstbarkeit des jeweiligen Eigentümers gegenüber dem Zweckverband durchführen.

Vertrag

Mit wem schließe ich meinen Hausanschlussvertrag ab?
Den Hausanschlussvertrag schließen Sie als Grundstücks-/Gebäudeeigentümer mit dem Zweckverband Breitband als Grundstücksnutzungsvereinbarung (GNV)/Grundstückseigentümererklärung (GEE) ab. Die Erstellung des Hausanschlusses erfolgt durch den Zweckverband Breitband. Glasfaserhausanschlüsse, die im Rahmen der Bundesförderung für „weiße Flecken“ gebaut werden, sind für den Anschlussnehmer kostenfrei. Für die Herstellung des Hausanschlusses benötigen Sie keinen Produkt-Vertrag mit Vodafone GmbH oder einem sonstigen Netzbetreiber. Sie müssen jedoch einen GNV / eine GEE mit dem Zweckverband Breitband schließen. In den für den Ausbau anstehenden Bereichen wird dafür im Vorfeld gesondert informiert. Die GEE/GNV für die betreffenden Bereiche erhalten Sie derzeit beim Betreiber des Verbandsnetzes, der Vodafone GmbH.
Um den Glasfaserhausanschluss tatsächlich nutzen zu können, ist ein entsprechender Produkt-Vertrag (z.B. beim Betreiber des Verbandsnetzes) notwendig. Den geförderten Glasfaseranschluss können Sie sich also legen lassen, ohne dass Ihnen bis zur Nutzung Kosten entstehen.
 
Wann muss der Hausanschlussvertrag vorliegen?
Mehrere Monate vor dem eigentlichen Baubeginn werden die betreffenden Gebiete in der Regel über mehrere Kanäle informiert. In diesem Zuge wird der Hausanschlussvertrag als Grundstücksnutzungsvereinbarung (GNV) angeboten, der von Ihnen mit dem Zweckverband geschlossen werden kann. Geht er dabei unterzeichnet an den Zweckverband zurück, kann dann alles weitere für die eigentliche bauliche Umsetzung vorbereitet werden.  
Sollte das nicht geklappt haben: Vor Baubeginn wird voraussichtlich über das dann bereits gewählte Bauunternehmen noch ein bauseitiges Angebot für den Hausanschluss gemacht.
Sollte auch das nicht geklappt haben: Sind die Bagger bereits zu sehen und es liegt noch kein Hausanschlussvertrag/GNV vor, ist Eile geboten. Nehmen Sie Kontakt mit dem Zweckverband auf und das Team versucht den Anschluss zusammen mit den Planern und der Baufirma noch möglich zu machen.
Ist der Bau abgeschlossen und für einen nachträglichen Anschluss wird eine erneute Öffnung von Oberflächen erforderlich müssen sich die Eigentümer auf deutlich höhere Kosten einstellen. Eine frühzeitige Abgabe des Hausanschlussvertrages/GNV verringert den Mehraufwand für alle Beteiligten.
 
Kann ich als Mieter auch eine Grundstücksnutzungsvereinbarung abschließen?
Nein, in der Regel ist nur der Eigentümer bzw. sind nur die Eigentümer berechtigt eine solche notwendige Grundstücksnutzungsvereinbarung mit dem Zweckverband Breitband abzuschließen. Wenden Sie sich hierzu im Bedarfsfall an Ihren Vermieter oder direkt an den Eigentümer.
 
Mit wem schließe ich meinen Internetvertrag ab?
In einer EU-weiten Ausschreibung des Zweckverband Breitbands hat Vodafone GmbH den Zuschlag als Netzbetreiber erhalten. Vor Start des Ausbaus informiert der Zweckverband Breitband Hauseigentümer in den betroffenen Ausbaubereichen über das weitere Vorgehen. Ebenso beginnt die Vodafone GmbH mit der Vermarktung ihrer Produkte. Achtung: Vertragspartner für den Hausanschluss ist der Zweckverband Breitband. Vertragspartner für den Internetvertrag ist die Vodafone GmbH als Netzbetreiber. Das Netz des Zweckverband Breitbands steht auch anderen Betreibern über die sogenannte open access Verpflichtung offen. Wenn Sie also lieber bei einem anderen Telekommunikationsunternehmen einen Vertrag abschließen möchten, können Sie dies selbstverständlich auch tun. Voraussetzung dafür ist, dass der Betreiber Ihrer Wahl die Dienste über das Netz anbietet. Bitte wenden Sie sich bezüglich des weiteren Vorgehens und bei Fragen an das Telekommunikationsunternehmen Ihrer Wahl.
 
Wann soll ich meinen aktuellen Vertrag kündigen?
Grundsätzlich müssen Sie Ihren aktuellen Vertrag nicht kündigen, um das geplante Glasfasernetz nutzen zu können. Vodafone GmbH als künftiger Netzbetreiber wird mit entsprechenden Angeboten auf Sie zukommen. Sollten Sie sich dann entschließen, Ihren Vertrag wechseln zu wollen, wird die Vodafone GmbH dies für Sie in die Wege leiten.
Achtung: Kündigen Sie ihren aktuellen Vertrag nicht, wenn Sie Ihre Telefonnummer behalten wollen. Die Übernahme der Telefonnummer ist nur möglich, wenn Sie mit einem anderen Netzbetreiber wie beispielsweise Vodafone GmbH einen Vertrag abschließen und dieser die Überleitung der Nummer durch den Wechsel in die Wege leitet. Voraussetzung ist jedoch, dass die Nummer an einem Vertrag gebunden ist.
 
Hilfe, mir wird mein Vertrag mit dem kupferbasierten (ISDN) Anschluss vom Telekommunikationsunternehmen gekündigt. An wen kann ich mich wenden?
In der Regel nimmt Ihr Anbieter eine Umstellung von analogen Signalen auf rein digitale vor. Hierfür baut der Anbieter bspw. ISDN zurück und bietet Ihnen die Leistungen über All-IP oder VoIP (IP=Internet Protokoll) an. Bei deren Nutzung handelt es sich dabei um eine neue Vertragsform. Der Anbieter muss einen neuen Vertrag mit Ihnen schließen und den alten kündigen, da er die bisherigen Leistungen nicht länger in der bislang vertraglich vereinbarten Form liefern kann. Für einen neuen Vertrag wenden Sie sich an den bisherigen oder einen anderen Anbieter.
Ihre Gemeinde oder der Zweckverband Breitband hat auf die Umstellung oder Vertragsangelegenheiten mit den Anbietern keinen Einfluss und keine Zuständigkeit. Die Verbraucherzentrale hat hierzu Informationen bereitgestellt: www.verbraucherzentrale.de/wissen.

Breitband-Glossar

Glossar

Backbone (Glasfaser-Rückgrat, Glasfaser-Basisnetz) Das Backbonenetz ist eine landkreisweite, redundante Glasfaserinfrastruktur, die an das internationale und bundesweite Netz angeschlossen ist.
FTTB-Ortsnetz (Glasfaser-Ortsnetz) Damit die einzelnen Hausanschlüsse schnelles Internet erhalten, wird ein Ortsnetz auf Glasfaserbasis aufgebaut. Dieses wird an das leistungsfähige Backbonenetz angegeschlossen.
Glasfaser (Fibre) Lichtwellenleiter, die aus einer Glasschmelze zu dünnen Fasern gezogen werden. Glasfaserkabel übertragen Lichtwellen bis zu einem Anschluss, wo diese in elektrische Signale umgewandelt und zum Endverbraucher weitergeleitet werden.
Die Möglichkeit Glasfaserkabel über vorhandene Gas- oder Wasseranschlüsse bis ins Gebäude zu verlegen sowie die Eigenschaft der Glasfaserkabel höhere Reichweiten und Übertragungsraten zu ermöglichen, haben dazu beigetragen, dass die elektrische Übertragung auf Kupferkabeln weitestgehend abgelöst wurde.
FTTC (Fibre To The Curb - Glasfaser bis zum Bordstein) Bei FTTC werden die Glasfaserkabel bis zum Kabelverzweiger verlegt. Die weitere Übertragung zum Endnutzer erfolgt dann per Kupferkabel. In Deutschland ist diese Technologie unter VDSL bekannt.
FTTH (Fibre To The Home – Glasfaseranschluss bis in die letzte Wohneinheit) Netzarchitektur, bei der die Verlegung von Glasfaserkabeln des Internetanbieters vom Rechenzentrum bis in die Wohnung des Anschlussnehmers vorgenommen wird.
FTTB (Fibre To The Building – Glasfaseranschluss in das Gebäude) Wie FTTH, eine Netzarchitektur, bei der die Verlegung von Glasfaserkabeln des Internetanbieters vom Rechenzentrum bis in das Gebäude vorgenommen wird. Meist werden die Kabel in den Hauskeller verlegt, von wo aus die übermittelten Signale über bestehende Kupferleitungen (VDSL-Technik oder Coax) im Haus in die Wohnungen der Anschlussnehmer weitergeleitet werden.
DSL (Digital Subscriber Line) DSL bezeichnet abgekürzt den Übertragungsstandard für einen Digitalen Teilnehmeranschluss und stellt dem Endnutzer einen breitbandigen Internetzugang zur Verfügung, über welchen Daten mit hohen Übertragungsraten von bis zu 500 Mbit/s über Kupferleitungen empfangen und gesendet werden können.
Vectoring Netztechnologie, die durch die Reduzierung von elektromagnetischen Störungen zwischen den Netzleitungen die Datenübertragung auf einem bereits vorhandenen, leitenden Kupferkabel vergrößert.
Weitere Breitband-Technologien
  • Satellit
  • TV-Kabel
  • UMTS/HSPA
  • WLAN
  • Richtfunk
  • Long Term Evolution (LTE)
  • mehr dazu
Nützliche Links

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 2016

  

Der Plan zum schnellen Internet

Der Zweckverband Breitband kann nur dort tätig werden, wo der Markt versagt. Das bedeutet dort, wo die vom Gesetzgeber vorgegebene Aufgreifschwelle nicht erreicht wird und nach Markterkundung kein Netzbetreiber einen Ausbau innerhalb von drei Jahren durchführt. Dies gibt der Fördermittelgeber Bund und Land vor. Auch der Weg zum geförderten Breitbandausbau ist vorgegeben (siehe Grafik).

Phasen des Ausbaus