Breisach: Glasfaserausbau in den weißen Flecken startet

Mit einem Investitionsvolumen von 20,4 Millionen Euro

Die Beteiligten halten zusammen ein Glasfaserkabel.
Von links: Max Studer, Sebastian Scheer und Tim Gebhard (Baukoordination, Kommunalberater und Projektleiter Netze BW GmbH), Verbandsvorsitzende Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Bürgermeister Oliver Rein, Ortsvorsteher Oberrimsingen Pius Mangold,  Verbandsgeschäftsführer Alexander Schmid, Patrick Loewert  (PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) Projektträger des Bundes) sowie Christian Fütz (Vodafone GmbH)


Am 25.01.2023 erfolgte der offizielle Baubeginn für den Glasfaserausbau der weißen Flecken in Breisach. Verbandsvorsitzende Landrätin Dorothea Störr-Ritter und Bürgermeister Oliver Rein begrüßten dazu Vertreter des mitplanenden Generalübernehmers Netze BW GmbH sowie Vodafone GmbH als Betreiber des Verbandsnetzes. Ebenfalls nahm ein Vertreter des Fördermittelgebers vom Projektträger des Bundes an der Veranstaltung teil. Grüße und Dankesworte des Landes konnte die Verbandsvorsitzende Landrätin Störr-Ritter von Innenminister Thomas Strobl übermitteln.
 

Verbandsvorsitzende Landrätin Störr-Ritter und Bürgermeister Rein geben den Baustart bekannt
Trotz angespannter Lage im Bau- und Rohstoffsektor sowie Abarbeiten des komplexen Ausschreibungsverfahrens nach EU-Vorgabe konnte der Zweckverband die Leistungen für den Bau vergeben. Mit dem Baubeginn ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Umso mehr blicken Verbandsvorsitzende Landrätin Störr-Ritter und Bürgermeister Rein mit Zuversicht auf den Ausbaustart des Glasfasernetzes in Breisach. „Hier an der Verbindung zu Frankreich in der Europa- und Münsterstadt Breisach am Rhein, geben wir den Startschuss für den Glasfaserausbau des Zweckverbands Breitband Breisgau-Hochschwarzwald und eröffnen damit den Bau für eine Verbindung zum weltweiten Netz für das schnelle Internet." stellte die Verbandsvorsitzende Landrätin Störr-Ritter fest. „Ich freue mich, dass wir in Breisach am Rhein endlich mit dem Ausbau der Netzinfrastruktur in den bisher unterversorgten Bereichen starten können und unser eigenes, kommunales Glasfasernetz mit dem Zweckverband Breitband Breisgau Hochschwarzwald aufbauen“, betont Bürgermeister Oliver Rein. Gerade der ländliche Raum benötige eine gute und verlässliche Infrastruktur, um auf Dauer zukunftsfähig zu sein. Ein großes Dankeschön gehe hier auch an den Zweckverband Breitband, der die Kommune auf diesem wichtigen Weg unterstütze, so der Bürgermeister.
 
Mit einem Investitionsvolumen von 20,4 Millionen Euro wird Glasfaser im weißen Fleck in Breisach verlegt  
Im März 2022 konnte das Los Breisach nach EU-weiter Ausschreibung an das Unternehmen Netze BW GmbH vergeben werden. Netze BW führt den Ausbau als mitplanenden Generalübernehmer aus. Ein mitplanender Generalübernehmer koordiniert die Ausführung mit Planungs- und Bauleistung aus einer Hand. Das Los Breisach umfasst eine 48 km lange Trasse mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 20,4 Millionen Euro. Fertigstellung ist derzeit planmäßig bis Ende des ersten Halbjahres 2024 vorgesehen. 
Das Netz verbleibt im Eigentum des Zweckverbands Breitband. Betreiber des Verbandsnetzes ist Vodafone GmbH.
 
Förderprogramme von Bund und Land unterstützen den kommunalen Breitbandausbau
Kommunaler Breitbandausbau ist eine freiwillige Leistung  der Kommunen und nur bei Marktversagen zulässig. Förderprogramme des Landes Baden-Württemberg und des Bundes bringen notwendige finanzielle Unterstützung, zugleich jedoch auch erheblichen bürokratischen Aufwand in den kommunalen Breitbandausbau. Hinzu kommt eine Vielzahl an sich stetig erweiterenden Vorgaben der EU. Ein solches Projekt mit der Komplexität von technischen und förderrelevanten Voraussetzungen ist finanziell und organisatorisch für einzelne Kommunen nicht stemmbar. Deshalb haben sich die Verbandsmitglieder im Zweckverband Breitband zusammengeschlossen. Er übernimmt die Aufwendungen und Arbeiten für den freiwilligen Breitbandausbau seiner Verbandsmitglieder.
Um bis zum jetzigen Baustart zu gelangen waren im Vorfeld bereits etliche Verfahren zu durchlaufen und Vorgaben der Fördermittelprogramme zu erfüllen. Die Anträge des Verbandes wurden von den Zuwendungsgebern Bund und Land zum Teil in vorläufiger Höhe bewilligt. Das Land fördert den Backbone-Ausbau über das Landesförderprogramm und ergänzt durch eine Mitfinanzierung die Zuwendungen des Bundesförderprogramms Breitband für das Ortsnetz. Hierdurch wird eine Förderung von 90% der Baukosten gewährleistet. Es verbleibt ein kommunaler Plicht-Eigenanteil von mindestens 10%, wobei der Zweckverband Breitband zunächst die gesamte Vorfinanzierung übernimmt.
 
Breitbandausbau für die unterversorgten Adressen
Beim Ausbau der Breitbandinfrastruktur darf die öffentliche Hand nur begrenzt mit staatlichen Zuschüssen in den freien Markt eingreifen. Ausgebaut wird bei Marktversagen, beginnend in den sogenannten weißen Flecken. Sie hat der Gesetzgeber bei Marktversagen zunächst als unterversorgt definiert. Aufgrund der Förderung von Bund und Land wird das Glasfasernetz für förderberechtigte Anschlüsse beim Ausbau kostenfrei bis in die Gebäude errichtet. Auf der Internetseite zum Ausbaustand in den Gemeinden sind die Ausbaubereiche in den Losen hinterlegt. Mit  dem Fortschritt der Projekte werden auf der Seite weitere Angaben eingepflegt.